Hinken muss nicht sein - wieder fit nach Verletzung oder OP - VIVIS
15902
post-template-default,single,single-post,postid-15902,single-format-standard,qode-quick-links-1.0,ajax_fade,page_not_loaded,,paspartu_enabled,paspartu_on_bottom_fixed,qode-child-theme-ver-1.0.0,qode-theme-ver-11.2,qode-theme-bridge,wpb-js-composer js-comp-ver-6.1,vc_responsive

Hinken muss nicht sein – wieder fit nach Verletzung oder OP

Hinken muss nicht sein – wieder fit nach Verletzung oder OP

Eine Verletzung oder Operation führen manchmal dazu, dass sich Gangbilder verändern. Schmerz vermeiden lautet die Devise. Ein ganz natürliches Bedürfnis, das jedoch eine grosse Wirkung nach sich zieht. So können asymmetrische Bewegungsabläufe zu muskulären Dysbalancen und anderen physiologischen Veränderungen führen. Oft weitreichender sind die mentalen Anpassungen: „mein Bein wird immer schwächer bleiben“, „ich glaube nicht, dass das nochmal was wird“…. Wer das von sich erwartet, der hat meistens recht.

Fokus auf das, was geht

In Gesprächen höre ich immer wieder, was alles nicht geht, oder worin die Schwächen liegen. Körpergefühl und Zutrauen zu dem was geht und was (noch, oder wieder) möglich ist, gingen verloren. Nur, wer ständig darauf vertraut, gehandicapt zu sein und es auch zu bleiben (obwohl das aus medizinischer Sicht nicht so sein müsste), erwartet wenig von sich und anderen. Das ist nicht wirklich eine Quelle für Energie und gibt kaum Hoffnung auf Besserung. Jetzt gilt es aus dem Rahmen zu treten, den Fokus neu auszurichten, das Bewusstsein zu verändern, Wohlfühlen, positive Bereitschaft und Lust auf was Neues zu unsterstützen.

Da war die ältere Dame…

Schon lange betreue ich Kunden auf einer kleinen privaten Insel in Griechenland. Jeden Sommer, seit 10 Jahren. Da sehe ich Veränderungen im jährlichen Rhythmus – oder eben nicht. Wie bei dieser Dame, die vor eineinhalb Jahren eine neue Hüfte bekam. Im Sommer ’17 war sie verständlicherweise noch recht wackelig auf den Beinen. Nun, im Sommer ’18 – genauso wackelig.

Es war schon immer so

Zu beobachten waren ein unrundes, hakendes Gangbild und muskuläre Schwächen. Im Gespräch bekam ich immer wieder die Information, es spreche eigentlich nichts gegen einen runden Gang, aber das eine Knie sei eben schon immer schwächer gewesen. Das war spannend, denn im weiteren Verlauf stellte sich dann heraus, dass ihr Knie gar nicht schmerzte, sie es jedoch aus lauter Gewohnheit und im Glauben daran, es sei ohnehin schwächer anders belastete.

Ablenkung

Ich lenkte den Fokus auf Ihre Füsse. Igelballmassage, Fussmobilisation. Wow, ging alles gleichmässig gut und fühlte sich aus ihrer Sicht angenehm an. Ich bat sie, auf der Stelle laut zu marschieren, viel „Lärm“ machen. Es machte ihr Spass und sie wurde forscher, ihre Körperspannung nahm zu, der Gedanke sich vorzustellen „Sand fest zu treten“ brachte sie zum Schmunzeln. Diese kleine Anregung hatte nichts mehr mit dem vorsichtig wackeligem Bewegungsmuster zu tun, das sie noch 5min zuvor gezeigt hatte.

Fazit

Haben diese und weitere hier nicht näher beschriebene Übungen ausgereicht, sofort alles zu ändern? Nein! Aber ihr Zutrauen und ihr Körpergefühl waren positiv verändert, das Gangbild schon sichtbar harmonischer als zuvor. „Wow, vielleicht schaffe ich das doch“ ist so ziemlich die schönste Rückmeldung in diesem Moment. Ich weiss noch nicht, wie es mit ihr weiter geht, im Sommer ’19 sehe ich vielleicht ein anderes Auftreten, im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist möglich und das weiss sie 😉.



Datenschutz & Cookies

Wir verwenden Cookies & Quellen von Drittanbietern, welche ggf. Daten erheben und verarbeiten könnten. Diese Funktionen sind derzeit deaktiviert. Sie können die Funktionalitäten aktivieren und stimmen damit der entsprechenden Nutzung gemäß unserer Datenschutzerklärung zu.
Bestätigen
X